Kiefergelenkbehandlung

Mithilfe des Kiefergelenkes und der Kaumuskulatur kann der Unterkiefer bewegt werden.
Bei allen Bewegungen wie Sprechen und Schlucken werden das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur aktiv.
Für eine gute Funktion ist das richtige Zusammenspiel von Gelenkköpfchen, der Gelenkpfanne,
der Gelenkzwischenscheibe (Diskus) und des Bandapparates, der Muskulatur und der Zähne erforderlich.

Es wurde in den letzten Jahren ein Krankheitsbild - die CMD = craniomandibuläre Dysfunktion
(Synonym: Fehlfunktion der Kopf-Kiefer-Halswirbelsäuleregion) - erkannt, welches meist sehr komplexe Ursachen hat,
verschiedenste Symptome zeigt und häufig lange Zeit wegen der verschiedenen Symptome nicht zugeordnet werden kann.

Es treten hierbei Symptome (s.u.) auf, die bei unauffälligen strukturellen oder anatomischen Befunden funktionelle
Zusammenhänge zwischen Störungen des Kiefergelenks, der Halswirbelsäule (insb. vordere Muskulatur), des Kopfes,
des Darmbein-Kreuzbein-Gelenkes und z.B. der unteren Extremität (z.B. der Beinlänge) erkennen lassen.
Grundsätzlich ist eine enge Zusammenarbeit von Zahnärzten/ Kieferorthopäden, Orthopäden und Physiotherapeuten für eine langfristige,
erfolgreiche Beschwerdereduktion und Verbesserung der Funktionsbefunde dringlich notwendig.
Wichtigstes Ziel ist die Vermeidung einer Chronifizierung der Befunde und der Schmerzsymptome.

Indikationen sind z.B.:
• Kiefergelnksbeschwerden und Zahnschmerzen
• Gelenkfehlfunktionen/Klickgeräusche
• Fehlsteuerungen der Kaumuskulatur, pos. Triggerpunkte (schmerzhafte Punkte)
• Tinnitus, Schwindel
• Ohrenschmerzen, Nasennebenhöhlenaffektionen
• Kopfschmerzen, atypischer Gesichtsschmerz
• Halswirbelsäulenbeschwerden, Fehlfunktionen der Schulter-Nacken-Region
• craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)